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Sardisches Brot entdecken: Pane Carasau, Guttiau & traditionelle Rezepte

Lukas Fuchs vor 2 Wochen Bäckerei und Brote 3 Min. Lesezeit

Sardisches Brot ist mehr als nur ein Beilagenbrot — es verbindet jahrhundertealte Hirtenküche mit moderner Vielseitigkeit. In diesem Artikel lernst du Herkunft, Sorten, Zubereitung und leckere Verwendungsmöglichkeiten kennen.

Was ist sardisches Brot?

Sardisches Brot bezeichnet traditionelle Fladenbrote aus Sardinien, allen voran das bekannte Pane Carasau und die gewürzte Variante Pane Guttiau. Hergestellt aus Hartweizengrieß, Wasser, Hefe und Salz sind diese Brote hauchdünn, sehr knusprig und besonders lange haltbar — ideal für Hirten, die früher monatelang unterwegs waren.

Kurze Geschichte

Pane Carasau entstand als nahrhaftes, leicht transportierbares Brot für Hirten. Die Teiglinge wurden zweimal gebacken: zuerst zu dicken Fladen, dann aufgeschnitten und erneut im Ofen knusprig gebacken. So entstand das charakteristische, papierdünne Brot, das in Sardinien „carasau“ (etwa „singen, knacken“) genannt wird.

Arten von sardischem Brot

  • Pane Carasau – neutral im Geschmack, ideal als Basis für Gerichte oder zum Knabbern.
  • Pane Guttiau – mit Olivenöl und Salz verfeinert, leicht gewürzt und würziger als Carasau.
  • Pane Frattau – kein Brottyp, sondern ein traditionelles Gericht aus geschichtetem Carasau mit Tomatensoße und Pecorino.

Zutaten und Herstellung (Kurzüberblick)

Typische Zutaten sind Hartweizengrieß (Semola), Wasser, Bierhefe oder Frischhefe und Salz. Der Teig wird gut geknetet, in kleine Kugeln geteilt, dünn ausgerollt und zunächst kurz gebacken. Nach dem Abkühlen werden die Fladen horizontal aufgeschnitten und erneut gebacken, bis sie knusprig sind.

Einfache Anleitung: Pane Carasau zu Hause (Kurzrezept)

Dieses Rezept ist eine vereinfachte Version für Hobbybäcker:

  1. Zutaten: 500 g Hartweizengrieß, 250 ml warmes Wasser, 7 g Trockenhefe, 1 TL Salz, 1 EL Olivenöl.
  2. Hefe im Wasser auflösen, mit Grieß und Salz zu einem geschmeidigen Teig kneten (10–15 min).
  3. Teig 1–2 Stunden gehen lassen, in 6–8 Kugeln teilen und dünn ausrollen (sehr dünn!).
  4. Bei 250 °C (vorheizen) für 3–5 Minuten backen, abkühlen, Fladen horizontal aufschneiden und erneut 5–8 Minuten backen bis knusprig.

Tipp: Die Temperatur im Hausofen ist begrenzend — professionelle Bäcker erreichen besonders dünne und knusprige Ergebnisse mit Holz- oder Steinöfen.

Beliebte Gerichte mit sardischem Brot

  • Pane Frattau: Carasau in Brühe legen, mit Tomatensoße und Pecorino schichten und mit einem pochierten Ei servieren.
  • Bruschetta-Variation: Carasau mit Tomatenwürfeln, Basilikum, Olivenöl und einem Hauch Knoblauch belegen.
  • Knuspriger Snack: Guttiau als Knabberei zu Antipasti oder Wein.

Nährwerte & Haltbarkeit

Da sardisches Brot aus Hartweizengrieß besteht, liefert es vorwiegend Kohlenhydrate und etwas Eiweiß; Fettgehalt ist gering (außer bei Guttiau mit zusätzlichem Öl). Dank der doppelten Backweise ist Carasau sehr trocken und bleibt ungeöffnet mehrere Monate frisch. Luftdicht verschlossen und trocken gelagert hält es sich lange — ideal für Vorräte.

Wo kaufen? Tipps zum Einkauf

Sardisches Brot ist in gut sortierten Feinkostläden, italienischen Spezialitätenmärkten und Online-Shops erhältlich. Achte auf Zutatenliste (nur Hartweizengrieß, Wasser, Hefe, Salz bei klassischem Carasau) und geschützte Herkunftsangaben. Beispiele von Anbietern findest du bei Tiposarda oder Viani, sowie in Lebensmittelshops und Amazon-Listen mit dem Stichwort „sardisches Brot“.

Variationen und moderne Anwendungen

Moderne Köche verwenden Carasau als Basis für kreative Gerichte:

  • Als knusprige Pizza-Alternative: kurz anfeuchten, mit Belag belegen und kurz gratinieren.
  • Als Crumble oder Paniermehl-Ersatz: im Mixer zu Bröseln verarbeiten.
  • Als Beilage zu Suppen und Eintöpfen: statt Brot oder Croutons.

Rezepte zum Ausprobieren

Wenn du klassische Rezepte suchst, findest du viele Varianten online — von traditionellen Anleitungen bis zu modernen Interpretationen. Eine gute Übersicht zur Geschichte und einfache Rezepte gibt es auf spezialisierten Rezeptseiten (z. B. Rezepte-Utopia zum Pane Carasau) und in Foodshops mit Produktbeschreibungen, die oft Serviervorschläge enthalten.

Fazit: Warum sardisches Brot in deine Küche gehört

Sardisches Brot ist vielseitig, lange haltbar und bringt mediterranen Geschmack mit wenig Zutaten in jede Küche. Ob als Basis für traditionelle Gerichte wie Pane Frattau, als knuspriger Snack oder kreative Alternative zu normalem Brot — Carasau und Guttiau sind wunderbare Zutaten für einfache und raffinierte Speisen.

Probier bei Gelegenheit selbst eine kleine Portion zuzubereiten oder suche regionalen Handel, um echtes sardisches Brot zu testen. Es lohnt sich — für Geschmack, Lagerfähigkeit und die Verbindung zu einer jahrhundertealten Inseltradition.

Weiterführende Links: Rezepte Utopia – Pane Carasau, Tiposarda – Pane Carasau & Guttiau.

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