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Carasau: Das hauchdünne Sardische Brot – Geschichte, Rezept & Genussideen

Lukas Fuchs vor 6 Tagen Bäckerei und Brote 3 Min. Lesezeit

Carasau ist ein knuspriges, hauchdünnes Fladenbrot aus Sardinien, das sich durch extreme Haltbarkeit und vielseitigen Einsatz in der Küche auszeichnet. Erfahre hier Herkunft, Zubereitung, Serviervorschläge und wo du echtes Pane Carasau kaufen kannst.

Was ist Carasau?

Carasau (häufig auch pane carasau genannt) ist ein traditionelles sardisches Fladenbrot, das sehr dünn und extrem knusprig gebacken wird. Es besteht meist nur aus Hartweizengrieß (Semola), Wasser, Hefe und Salz. Durch das doppelte Backen entsteht die charakteristische Brösel- und Knusperstruktur, die Carasau lange haltbar macht – ideal für Hirten, Seeleute und Vorratshaltung.

Kurze Geschichte und Herkunft

Der Ursprung von carasau liegt in der Hirtenkultur Sardiniens. Früher verbrachten Hirten viele Wochen in den Bergen und benötigten Brot, das lange frisch blieb. Durch zweimaliges Backen konnte ein Brot produziert werden, das monatelang ohne Verderben gelagert werden konnte. Die traditionelle Herstellungsweise wird bis heute in Teilen Sardiniens gepflegt und hat das Brot zu einem kulinarischen Symbol der Insel gemacht. (Mehr dazu: Wikipedia – Pane carasau.)

Zutaten & klassische Herstellung

Grundzutaten sind minimalistisch:

  • Hartweizengrieß (Semola di grano duro)
  • Wasser
  • Hefe
  • Salz

Typischer Ablauf in Kurzform:

  1. Teig aus Grieß, Wasser, Hefe und Salz herstellen und ruhen lassen.
  2. Den Teig in dünne Fladen ausrollen.
  3. Erst backen, damit der Fladen gegart ist und eine leichte Struktur bekommt.
  4. Die Fladen auseinanderbrechen (man trennt die obere und untere Schicht) und erneut sehr knusprig backen – so entsteht die typische Bröselstruktur.

Ein einfaches Rezept (Kurzversion)

Für ca. 4 kleine Fladen:

  • 120 g Hartweizengrieß (Semola)
  • 8 g frische Hefe (oder 2 g Trockenhefe)
  • 70–90 ml lauwarmes Wasser
  • Prise Salz

Zubereitung: Hefe im Wasser auflösen, mit Grieß und Salz zu einem elastischen Teig verarbeiten, mindestens 30–60 Minuten ruhen lassen. In vier Portionen teilen, sehr dünn ausrollen und backen (ca. 200–220 °C) bis der Teig aufgeht. Fladen einmal trennen und die beiden Hälften erneut kurz backen, bis sie goldbraun und knusprig sind.

Varianten: Pane Guttiau & regionale Unterschiede

Eine bekannte Variante ist Pane Guttiau, das ähnlich hergestellt wird, aber oft mit Olivenöl und grobem Meersalz vor dem zweiten Backen gewürzt wird. Je nach Region Sardiniens unterscheiden sich Dicke, Name und Gewürze – traditionelle Bezeichnungen und kleine regionale Abwandlungen sind zahlreich.

Wie isst man Carasau?

Carasau ist sehr vielseitig einsetzbar:

  • Als Beilage zu Antipasti, Käse, Wurst und Olivenöl.
  • Als Grundlage für belegte Häppchen (ähnlich Crostini).
  • Aufgewärmt mit Tomatensoße, Käse oder Ei – in Sardinien gibt es die Variante pane frattau, bei der Carasau mit Tomatensoße, pochiertem Ei und Pecorino-Schafskäse geschichtet wird.
  • Zerbröselt als Kruste für Salate oder Gratins.

Kaufen, Lagerung und Aufbacken

Carasau ist lange haltbar und wird in gut sortierten Feinkostläden, italienischen Supermärkten oder Online-Shops verkauft. Achte beim Kauf auf Zutatenliste und Herkunftsangabe (manchmal als "Pane Carasau di Sardegna" ausgewiesen).

  • Lagerung: dunkel und trocken, luftdicht verpackt bleibt es mehrere Monate crisp.
  • Aufbacken: Kurz im Ofen (3–5 Minuten bei 150–170 °C) oder im Toaster auffrischen – so wird es wieder knusprig.

Nährwerte & Ernährungsaspekte

Carasau besteht überwiegend aus Hartweizengrieß und enthält entsprechend Kohlenhydrate, etwas Eiweiß und kaum Fett (außer bei Varianten mit Olivenöl, wie Pane Guttiau). Durch den niedrigen Wassergehalt ist es energiedichter als frisches Brot. Für Menschen mit Glutenunverträglichkeit ist es nicht geeignet, da aus Weizen hergestellt.

Serviervorschläge & Rezeptideen

  • Carasau mit Olivenöl, frischem Rosmarin und grobem Meersalz – einfache Vorspeise.
  • Pane Frattau: Schichten aus Carasau, Tomatensoße, Pecorino und Ei.
  • Als Basis für Meeresfrüchte-Tatar: kleine Brösel als knusprige Komponente.
  • Süße Variante: Mit Honig und Ricotta servieren.

Woher das Keyword kommt und warum "carasau" suchen?

Menschen suchen nach "carasau", weil das Brot im Trend liegt: als glutenreich-knusprige Alternative zu Crackern, für mediterrane Rezepte und als dekorative, wandelbare Komponente bei Vorspeisen. Blogs, Shops und Rezepte greifen das Keyword oft auf – deshalb lohnt es sich, Aufschlussreiches über Herkunft, Zubereitung und Einsatzmöglichkeiten zu bieten.

Fazit

Carasau ist mehr als ein knuspriges Brot: Es ist ein Stück sardischer Tradition mit praktischen Eigenschaften für moderne Küchen. Ob als Vorratsbrot, raffinierte Vorspeise oder knusprige Komponente in Hauptgerichten – carasau bringt Textur und Geschmack. Wenn du echtes Pane Carasau suchst, findest du es bei spezialisierten Händlern oder kannst es mit etwas Übung selbst backen.

Weiterlesen: Wikipedia – Pane carasau, oder stöbere in gut sortierten Feinkost-Shops und italienischen Onlineshops für hochwertige Produkte.

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