Violetter Blumenkohl: Farbe, Geschmack, Gesundheit und Zubereitungstricks
Violetter Blumenkohl (auch lila Blumenkohl genannt) sorgt nicht nur für optische Highlights auf dem Teller, sondern bringt auch gesundheitliche Vorteile und vielseitige Zubereitungsmöglichkeiten mit. In diesem Artikel erfahren Sie, woher die Farbe kommt, wie Sie den Geschmack optimal zur Geltung bringen, worauf Sie beim Kauf und Anbau achten sollten und welche Kochtricks die Farbe erhalten.
Was ist violetter Blumenkohl?
Violetter Blumenkohl ist eine natürliche Farbvariante des gewöhnlichen Blumenkohls (Brassica oleracea var. botrytis). Die auffällige lila bis violette Farbe entsteht durch pflanzeneigene Farbstoffe, sogenannte Anthocyane, die auch in Rotkohl, Beeren und Auberginen vorkommen. Sorten wie „Di Sicilia Violetto“ oder „Lavender“ sind bekannt für ihr intensives Violett und stammen häufig aus traditionellen Züchtungen.
Warum ist die Farbe wichtig — mehr als nur Optik
Die violette Färbung ist kein reines Zierdetail: Anthocyane sind antioxidative Pflanzenstoffe, die dem Körper helfen können, freie Radikale zu neutralisieren. Geschmacklich unterscheidet sich violetter Blumenkohl nur leicht vom weißen, oft wird er als etwas nussiger und zarter beschrieben. Nährstoffseitig ähnelt er dem weißen Blumenkohl — guter Vitamin-C- und Ballaststofflieferant bei wenig Kalorien — mit dem zusätzlichen Vorteil der Anthocyane.
Gesundheitliche Werte auf einen Blick
- Vitamine: Besonders Vitamin C; außerdem B-Vitamine in kleinen Mengen.
- Mineralstoffe: Kalium, Magnesium und geringe Mengen an Eisen.
- Ballaststoffe: Fördern Verdauung und Sättigungsgefühl.
- Antioxidantien: Anthocyane (verantwortlich für die violette Farbe).
Wie bleibt die Farbe beim Kochen erhalten?
Violetter Blumenkohl kann beim Garen teilweise oder vollständig ins Bläuliche wechseln oder an Intensität verlieren. Mit ein paar einfachen Tricks bleibt die Farbe lebendig:
- Kurzes Garen: Dünsten, blanchieren (ca. 3–5 Minuten) oder sehr kurzes Dämpfen erhält Textur und Farbe am besten.
- Säure hinzufügen: Ein Spritzer Zitronensaft oder etwas Essig im Kochwasser stabilisiert die Farbstoffe und verhindert das Ausbleichen.
- Vermeiden Sie stark basische Zusätze: Backpulver oder sehr mineralreiches Wasser können die Farbe entfärben.
- Rösten: Bei 200–220 °C im Ofen wird die Farbe oft intensiver, die äußeren Röschen bekommen zusätzlich Röstaromen.
Beliebte Zubereitungen
Violetter Blumenkohl funktioniert in fast allen klassischen Blumenkohl-Gerichten – mit dem optischen Plus. Ideen:
- Geröstet mit Olivenöl, Knoblauch und Zitrone – als Beilage oder Salatbasis.
- Kurz blanchiert und kalt im Salat mit Feta, Pinienkernen und Kräutern.
- Püriert als bunte Basis für Suppen oder Cremes (mit Kartoffel oder Karotte gemischt).
- Im Ofen gratiniert mit einer leichten Käsekruste oder vegane Tahini-Sauce.
- Als Farbtupfer in Pasta-Gerichten oder Bowls.
Einkauf, Lagerung und Saison
Violetter Blumenkohl ist saisonal am besten zu finden — in Mitteleuropa meist im Herbst und Frühjahr, je nach Sorte. Achten Sie beim Kauf auf feste, kompakte Röschen ohne dunkle, weiche Stellen. Die Blattkrone sollte frisch und grün aussehen.
- Lagern: Unverpackt oder locker in einer Tüte im Gemüsefach des Kühlschranks; 5–7 Tage haltbar.
- Vorbereitung: Erst kurz vor der Zubereitung waschen, da Restfeuchte die Haltbarkeit reduziert.
- Kaufen: Wochenmärkte, Bio-Läden, spezialisierte Obst- und Gemüsehändler oder Online-Anbieter sind gute Bezugsquellen.
Anbau-Tipps für Hobbygärtner
Wer violetten Blumenkohl selbst anbauen möchte, sollte bekannte Sorten wie „Di Sicilia Violetto“ oder „Lavender“ wählen. Einige Hinweise:
- Standort: Sonnig bis halbschattig, nährstoffreiche, gut durchlässige Erde.
- Pflanzzeit: Je nach Region Schnitt- und Freilandtermine beachten — Frühjahrssaat beziehungsweise Sommerpflanzungen für Herbsternte.
- Abstand: 40–50 cm zwischen den Pflanzen für gute Luftzirkulation und Röschenbildung.
- Farbintensität: Kühle Temperaturen vor der Ernte können die Anthocyan-Bildung fördern und die Farbe verstärken.
Worauf Sie beim Kauf achten (Sorten und Bezugsquellen)
Wenn Sie gezielt violetten Blumenkohl suchen, helfen Sortennamen und Anbieterangaben. Beliebte Quellen sind Biogärtnereien, Saatgutläden und spezialisierte Gemüsehändler. Für Informationen zu Anbau und Sorteneigenschaften sind Seiten wie EatSmarter oder Plantura hilfreich.
Rezepte — zwei schnelle Ideen
Gerösteter violetter Blumenkohl
Zutaten: 1 Kopf violetter Blumenkohl, 2 EL Olivenöl, 1 Knoblauchzehe (fein), Salz, Pfeffer, 1 TL Zitronensaft. Zubereitung: Blumenkohl in Röschen teilen, mit Öl, Knoblauch, Salz und Pfeffer mischen. Bei 200–220 °C 20–25 Minuten rösten, zum Schluss Zitronensaft darüberträufeln.
Sommer-Salat mit lila Blumenkohl und Feta
Zutaten: kurz blanchierte Röschen, Feta, Kirschtomaten, frische Petersilie, Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer. Alles mischen — fertig ist ein auffälliger, schneller Salat.
Häufige Fragen (Kurzantworten)
- Verliert violetter Blumenkohl beim Kochen seine Farbe? Kurz: ja, wenn nicht richtig gegart — mit Säure und kurzer Garzeit verhindern Sie das Ausbleichen.
- Ist lila Blumenkohl giftig? Nein — die Farbe ist natürlich und unbedenklich.
- Schmeckt er anders? Minimal nussiger und oft etwas süßer; insgesamt sehr ähnlich zum weißen Blumenkohl.
Fazit
Violetter Blumenkohl ist mehr als ein Instagram-Gemüse: Er bringt überraschende Farbe, gesundheitlich wertvolle Anthocyane und vielseitige Einsatzmöglichkeiten in die Küche. Ob aus dem Ofen, roh im Salat oder im Garten gezogen — mit ein paar einfachen Tricks bleibt die Farbe lebendig und das Aroma erhalten. Probieren Sie ihn als farbenfrohe Alternative zum klassischen Blumenkohl!
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