Getreide-Reis: Gesunde Reis-Alternative aus Dinkel, Hafer & Co.
Getreide Reis bietet eine vielseitige, nahrhafte Alternative zu herkömmlichem Reis. In diesem Artikel erfahren Sie, was Getreide-Reis ist, welche Sorten es gibt, wie man ihn zubereitet und welche Vorteile er für Gesundheit, Nachhaltigkeit und Küche bringt.
Was ist Getreide Reis?
Der Begriff Getreide Reis bezeichnet zerkleinertes, vorgekochtes oder geschrotetes Getreide, das in der Anwendung Reis ähnelt. Anders als botanischer Reis (Oryza sativa) handelt es sich hier um Getreidesorten wie Dinkel, Hafer, Gerste, Hirse oder Buchweizen, die so verarbeitet wurden, dass sie wie Reis gekocht und als Beilage oder Basis für Gerichte verwendet werden können. Getreide-Reis finden Sie unter Namen wie „Getreidereis“, „Dinkelreis“ oder „Haferreis“ im Bio- und Reformwarenhandel.
Beliebte Sorten von Getreide-Reis
- Dinkelreis – mild-nussiger Geschmack, gute Textur für Aufläufe und Risotto-Alternativen.
- Haferreis – cremig, ballaststoffreich, gut für süße und herzhafte Gerichte.
- Gerstenreis – bissfest, reich an Beta-Glucanen, ideal für Suppen und Salate.
- Hirseris (Hirse in Reiskorn-Form) – glutenfrei, leicht süßlich, gut verträglich.
- Buchweizen-“Reis” – eigentlich kein Getreide, sondern ein Pseudogetreide; herzhaft-aromatisch und glutenfrei.
- Mixes – Kombinationen verschiedener Getreidearten für mehr Nährstoffvielfalt und Textur.
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile
Getreide Reis punktet oft mit mehr Ballaststoffen, Proteinen und Mikronährstoffen als weißer Reis. Besonders Dinkel und Gerste enthalten mehr B-Vitamine und Mineralstoffe (Eisen, Magnesium). Hafer und Gerste liefern lösliche Ballaststoffe (Beta-Glucane), die sich positiv auf den Blutzucker und Cholesterin auswirken können. Für Personen mit Zöliakie sind glutenfreie Varianten wie Hirse oder Buchweizen empfehlenswert.
Kurzer Überblick zu Nährstoffen
- Ballaststoffe: Höher als bei geschältem Reis, fördert Verdauung und Sättigungsgefühl.
- Protein: Viele Sorten liefern 2–4 g Protein pro 100 g gekochtem Produkt — mehr als weißer Reis.
- Vitamine & Mineralien: B-Vitamine, Magnesium, Eisen, teilweise Zink.
Wie wird Getreide-Reis zubereitet?
Die Zubereitung hängt von Verarbeitung und Getreideart ab. Viele Produkte sind vorgegart (dann kürzere Kochzeit), andere roh oder geschrotet und brauchen länger.
Basisanleitung (ungefähr)
- Verhältnis: 1 Teil Getreide-Reis zu 2–2,5 Teilen Wasser (je nach Sorte).
- Kochen: Aufkochen, dann 15–30 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Vor dem Servieren 5–10 Minuten ruhen.
- Dämpfen: Manche Sorten gelingen im Reiskocher oder Dampfgarer besonders gut.
Tipp: Für einen nussigeren Geschmack das Getreide vor dem Kochen kurz in etwas Öl anrösten.
Verwendung in der Küche
Getreide Reis ist sehr vielseitig:
- Beilage statt Reis zu Currys, Eintöpfen und Gemüse.
- Als Basis für Salate: Getreide-Salate mit Gemüse, Kräutern und Dressing.
- Risotto-Alternative: Dinkelreis entfaltet eine cremige Konsistenz mit Brühe und Gemüse.
- Süße Varianten: Haferreis mit Milch, Früchten und Zimt als Porridge-Alternative.
- Suppen & Aufläufe: Bindet Flüssigkeit und sorgt für Biss.
Kauf- und Lagerungstipps
- Achten Sie auf die Kennzeichnung: „vorgegart“, „geschrotet“ oder „ganze Körner“. Vorgegarte Produkte sind schneller zuzubereiten.
- Bio-Qualität lohnt sich oft wegen geringerer Pestizidbelastung und besserer Transparenz.
- Haltbarkeit: Trocken und luftdicht gelagert 6–12 Monate, bei Vollkornprodukten manchmal kürzer (fetthaltige Keimlinge können ranzig werden).
- Bezugsquellen: Reformhäuser, Biomärkte oder Online-Shops wie Demeterhof Walz oder regionale Biobetriebe.
Getreide-Reis vs. herkömmlicher Reis
Der Hauptunterschied liegt in der Herkunft und Nährstoffdichte. Botanischer Reis ist eine eigene Pflanzenart, während Getreide-Reis aus anderen Getreidesorten hergestellt wird. Getreide-Reis bietet oft mehr Ballaststoffe, Proteine und Geschmacksvarianten. Für Menschen mit Reis-Allergie oder wer Abwechslung sucht, ist Getreide-Reis eine sinnvolle Alternative.
Rezeptideen (schnell)
- Dinkelreis-Pilz-Risotto: Dinkelreis in Gemüsebrühe garen, gebratene Pilze und Parmesan unterheben.
- Haferreis-Frühstück: Haferreis mit Mandelmilch, Honig, Beeren und Nüssen.
- Kräftiger Gersten-Salat: Gerstenreis, Kichererbsen, Gurke, Tomate, Zitronendressing.
Besondere Hinweise
- Gluten: Nicht alle Getreide-Reis-Produkte sind glutenfrei. Wer Zöliakie hat, wählt Hirse- oder Buchweizenprodukte und achtet auf Kontaminationshinweise.
- Verträglichkeit: Vollkorn-Getreide kann für empfindliche Mägen schwerer verdaulich sein — Einweichen oder Vorkochen reduziert Phytinsäure und verbessert Verträglichkeit.
- Nachhaltigkeit: Regional angebauter Getreide-Reis hat oft kürzere Transportwege als importierter Reis.
Weiterführende Links und Quellen
- Reis – Wikipedia (Hintergrund zu botanischem Reis)
- Ist Reis Getreide? – REISHUNGER (Erklärung von Reis als Getreideart)
- Gekochtes Getreide selbst herstellen – Biolandhof Knauf (Rezepte und Hinweise)
Fazit
Getreide Reis ist eine schmackhafte, nahrhafte Alternative zu klassischem Reis. Mit vielfältigen Sorten wie Dinkel, Hafer, Gerste oder Hirse bringt er Abwechslung, mehr Ballaststoffe und oft bessere Nährstoffdichte auf den Teller. Ob als Beilage, Salatgrundlage oder Frühstücksvariante — wer Vielfalt in der Küche schätzt und auf Nährstoffgehalt achtet, sollte Getreide-Reis ausprobieren.