Kartoffeln rotschalig: Sorten, Anbau, Lagerung und die besten Rezepte
Rotschalige Kartoffeln sind nicht nur ein Hingucker auf dem Teller, sie bringen auch Geschmack, Vielfalt und praktische Vorteile in Küche und Garten. Dieser Artikel erklärt, was rotschalige Kartoffeln auszeichnet, welche Sorten beliebt sind, wie man sie anbaut und lagert – und wie Sie sie am besten zubereiten.
Was sind kartoffeln rotschalig?
Der Begriff "kartoffeln rotschalig" beschreibt Kartoffelsorten mit roter oder rötlicher Schale. Das Fruchtfleisch kann hell, gelblich oder vereinzelt rot/violett gefärbt sein. Die rote Schale entsteht durch Pigmente (hauptsächlich Anthocyane) und hat keinen negativen Einfluss auf Geschmack oder Nährwert. Viele Konsumenten schätzen die Optik – rot umrandete Kartoffeln bringen Farbe in Salate, Ofengerichte und Beilagen.
Beliebte rote Sorten und ihre Eigenschaften
- Laura – sehr beliebt in Deutschland; vorwiegend festkochend, gelbes Fruchtfleisch, aromatisch. Gut für Salate, Bratkartoffeln und Ofenkartoffeln.
- Desiree – rote Schale, gelbes Fleisch, vielseitig verwendbar (Pellkartoffeln, Püree, Braten).
- Rote Emmalie – bekannt als rote Speisekartoffel, traditionsreich und geschmackvoll.
- Red Pontiac / Red Bliss – international verbreitet, festkochend bis vorwiegend festkochend, gut für Salate und Ofen.
Hinweis: Es gibt auch Sorten mit roter Schale und farbigem Fleisch (z. B. rote oder violette Kartoffeln), die zusätzliche Antioxidantien enthalten.
Unterschiede: festkochend, vorwiegend festkochend, mehlig
Bei der Wahl rotschaliger Kartoffeln sollten Sie die Kochtyp-Angabe beachten:
- Festkochend – bleibt beim Kochen formstabil, ideal für Kartoffelsalat oder als Pellkartoffel.
- Vorwiegend festkochend – vielseitig einsetzbar (Braten, Püree, Ofen).
- Mehligkochend – eignet sich weniger als rotschalige Sorte, da viele rote Sorten eher fest oder vorwiegend festkochend sind; perfekt für Püree und Eintöpfe.
Anbau-Tipps für Hobbygärtner
Rotschalige Kartoffeln lassen sich gut im Garten oder im Hochbeet anbauen. Achten Sie auf folgende Punkte:
- Standort: sonnig bis halbschattig, locker-drainierter Boden (lehmig, humos).
- Boden-pH: leicht sauer bis neutral (pH 5,5–6,5).
- Saatgut: Nur zertifizierte Pflanzkartoffeln verwenden, keine Speisekartoffeln aus dem Supermarkt – sonst drohen Krankheiten.
- Pflanzzeit: je nach Region ab Ende März bis Mai; Abstand: ca. 30 cm in der Reihe, 60 cm Reihenabstand.
- Düngung: moderater Stickstoff, ausreichend Kalium. Zu viel Stickstoff fördert Kraut, aber mindert Knollenbildung.
- Häufeln: Beim Wachsen Erde anhäufeln, damit die Knollen nicht dem Licht ausgesetzt werden (keine Grünfärbung).
- Schädlings- und Krankheitskontrolle: Achten Sie auf Kartoffelkäfer, Krautfäule (Phytophthora) und Schorf; Fruchtfolge einhalten und resistente Sorten wählen.
Lagerung und Haltbarkeit
Rotschalige Kartoffeln lagern am besten kühl (4–8 °C), dunkel und trocken. Direkte Sonneneinstrahlung lässt Kartoffeln grün werden und Solanin bilden – grüne Stellen abschneiden. Frühkartoffeln mit dünner Schale sind weniger lange lagerfähig. Vermeiden Sie Kühlschranklagerung, da Kälte Stärke in Zucker umwandelt und Geschmack sowie Brateigenschaften verändert.
Gesundheit und Nährstoffe
Kartoffeln sind eine gute Quelle für komplexe Kohlenhydrate, Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe (bei Verzehr mit Schale). Rotschalige Sorten enthalten zusätzlich Anthocyane in der Schale, antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe. Insgesamt sind Kartoffeln bei ausgewogener Zubereitung – ohne zu viel Fett und Salz – Bestandteil einer gesunden Ernährung.
Tipps zur Zubereitung: Wann eignen sich rotschalige Kartoffeln am besten?
- Kartoffelsalat: Festkochende rote Kartoffeln werden gerne für lauwarme Salate verwendet – sie bleiben bissfest und ziehen Vinaigrette gut auf.
- Ofenkartoffeln & Bratkartoffeln: Vorwiegend festkochende Sorten wie Laura oder Desiree sind aromatisch und knusprig im Ofen.
- Pellkartoffeln: Rotschalige Pellkartoffeln sehen serviert mit Schale attraktiv aus; eventuell schält die Schale leicht abfärben.
- Püree: Für besonders fluffiges Püree eher vorwiegend festkochende bis mehligkochende Sorten wählen; rote Schale gibt optisch meist keinen Einfluss, wenn geschält.
Einfache Rezeptidee: Rosmarin-Ofenkartoffeln mit roter Schale
Zutaten: rotschalige Kartoffeln (500 g), 2 EL Olivenöl, 1–2 Zweige Rosmarin, 2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer.
Zubereitung: Kartoffeln waschen (bei Bedarf halbieren), mit Öl, gehacktem Rosmarin und zerdrücktem Knoblauch mischen. Auf einem Blech verteilen, bei 200 °C 30–40 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Kauf- und Serviertipps
- Achten Sie beim Einkauf auf feste, unbeschädigte Knollen ohne grüne Stellen.
- Bio- oder regionales Angebot bevorzugen: saisonal von Juli bis Oktober sind deutsche Kartoffeln frisch verfügbar.
- Auf der Verpackung finden Sie oft Hinweise zur Kochtypbestimmung (festkochend/vorwiegend/mehlig).
Weiterführende Links und Quellen
Vertiefende Informationen zu Sorten und Anbau finden Sie z. B. bei Plantura (Plantura Magazin – rote Kartoffeln) und Hortica (Hortica – Rote Kartoffeln: Sortenübersicht).
Fazit
Kartoffeln rotschalig bieten optische Vielfalt, guten Geschmack und viel Einsatzmöglichkeiten in der Küche. Ob als bunte Beilage im Salat, knusprig aus dem Ofen oder als Basis für klassische Beilagen – rote Schalen sorgen für Charme auf dem Teller. Für Hobbygärtner sind viele rote Sorten gut zu kultivieren, solange Saatgut von guter Qualität und die Grundregeln des Kartoffelanbaus beachtet werden.
Kurze FAQ
- Färbt die rote Schale das Fleisch? Gelegentlich kann die Schale beim Kochen leicht abfärben, das ist harmlos und geschmacklich unproblematisch.
- Sind rote Kartoffeln gesünder? Die rote Schale enthält Anthocyane (Antioxidantien), insgesamt unterscheiden sich Nährwerte aber kaum von anderen Sorten.
- Wie lange halten sie? Lagerfähig bei kühlen 4–8 °C, dunkel und trocken; Frühkartoffeln halten kürzer.
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