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Matcha schäumt nicht? 11 Gründe und sofort umsetzbare Lösungen

Lukas Fuchs vor 2 Wochen Kaffee und Tees 3 Min. Lesezeit

Der perfekte Matcha hat eine feine, gleichmäßige Schicht Schaum — aber was, wenn dein Matcha schäumt nicht? In diesem Artikel findest du die häufigsten Ursachen, praxisnahe Fehlerbehebungen und ein schnelles Rezept, damit dein Matcha wieder cremig und schaumig wird.

Warum schäumt Matcha überhaupt?

Beim Aufschlagen werden Luftblasen in die Matcha-Wasser-Mischung eingeschlagen. Feine Matcha-Partikel und natürliche Bestandteile aus den Teeblättern umhüllen die Blasen und stabilisieren den Schaum. Qualität des Pulvers, Wasser, Technik und Zubehör entscheiden, ob sich ein feiner Schaum bildet oder nicht.

11 Gründe, warum dein Matcha schäumt nicht — und wie du sie behebst

  1. Falsche Wassermenge: Zu viel Wasser verdünnt die Mischung und macht Schaum seltener. Lösung: Für Usucha (normaler, dünner Matcha) 60–80 ml Wasser auf 1–2 g Matcha verwenden.
  2. Wassertemperatur ist zu niedrig oder zu hoch: Optimal sind 70–80 °C. Zu heißes Wasser kann Geschmack zerstören; zu kalt reduziert die Schaumbildung. Tipp: Wasser kurz abkühlen lassen nach dem Aufkochen (ca. 1–2 Minuten).
  3. Matcha von minderer Qualität oder alt: Günstiger oder oxidierter Matcha enthält weniger feine Partikel und weniger schaumstabilisierende Inhaltsstoffe. Lösung: Hochwertigen, frisch verpackten Matcha (ceremonial) verwenden.
  4. Klumpiges Pulver (nicht gesiebt): Klumpen lösen sich nicht gut und verhindern gleichmäßiges Aufschäumen. Lösung: Immer durch ein feines Sieb (ca. 100–200 µm) stieben.
  5. Zu wenig Pulver: Zu wenig Matcha bedeutet zu wenig Partikel, die den Schaum stabilisieren. Empfehlung: Für Usucha 1–2 g (1/2–1 Teelöffel), für kräftigen Geschmack eher 2 g.
  6. Falscher Besen (Chasen) oder falsche Größe: Ein zu kleiner Chasen für eine große Schale erzeugt nicht genügend Bewegung. Ein verschlissener oder nasser Chasen taugt ebenfalls wenig. Tipp: Passenden Chasen wählen und vor Gebrauch in warmem Wasser aufquellen lassen.
  7. Schlechte Technik: Langsames Rühren schafft keinen Schaum. Technik: Mit dem Chasen schnell in einer M- oder W-Bewegung aufschlagen und nur die Spitze des Besens bewegen, nicht die ganze Hand. Halte den Besen leicht schräg und arbeite mit kurzen, schnellen Stößen.
  8. Fett oder Rückstände im Gefäß: Öl oder Milchreste auf der Schale verhindern Schaumbildung. Lösung: Schale und Chasen gut reinigen und trocken halten.
  9. Wasserhärte: Sehr hartes Wasser kann Schaum negativ beeinflussen. Wenn du hartes Leitungswasser hast, teste gefiltertes oder stilles Wasser.
  10. Falsches Zielrezept (Koicha): Für Koicha (dick) ist Schaum untypisch — hier wird das Pulver zu einer dichten Paste gerührt. Vergewissere dich, welches Ergebnis du willst.
  11. Zu langsam oder zu lange geschlagen: Zu kurz entsteht kein Schaum, zu lang kann die Struktur wieder zusammenfallen. Optimal sind 15–30 Sekunden kräftiges Aufschlagen.

Schnelle Checkliste — so prüfst du systematisch

  • Sieb das Pulver.
  • Nutze 1–2 g Matcha und 60–80 ml Wasser (Usucha).
  • Wasser auf ~75 °C abkühlen lassen.
  • Chasen in warmem Wasser anfeuchten, Schale reinigen.
  • In M-/W‑Bewegung 15–30 s kräftig aufschlagen.
  • Wenn kein Schaum: Schritt für Schritt Anpassungen (mehr Pulver, andere Temperatur, neuer Chasen).

Detailliertes Rezept — Usucha (schaumig, alltäglich)

Zutaten: 1–2 g Matcha (gesiebt), 60–80 ml Wasser bei 75 °C.
Ablauf: Siebe den Matcha in die Schale, gieße ein paar Tropfen Wasser und rühre zu einer Paste, dann restliches Wasser hinzufügen. Chasen anfeuchten und mit schneller M-/W-Bewegung 15–30 s aufschlagen bis feiner Schaum entsteht. Fertig.

Alternative Methoden, wenn kein Chasen verfügbar ist

  • Elektrischer Milchaufschäumer: Kurz aufschäumen, gibt meist groberen Schaum, funktioniert aber schnell.
  • Handaufschäumer (frother): Ähnlich wie elektrisch, achte auf kurze, kräftige Bewegungen.
  • Glas mit Deckel schütteln: Pulver + Wasser kräftig schütteln — funktioniert notfalls, erzeugt aber andere Textur.

Mythen und Missverständnisse

  • „Mehr Schaum = besserer Matcha“: Nicht unbedingt. Geschmack, Farbe und Textur sind wichtiger. Zu viel Schaum kann sogar bitter wirken.
  • „Kochendes Wasser ist besser für Schaum“: Falsch — zu heißes Wasser zerstört Aroma und kann bitter machen.
  • „Jeder Matcha sollte voll schäumen“: Nein. Koicha ist bewusst dick und cremig ohne viel Schaum.

Aufbewahrung und Pflege für dauerhaft schaumfreudigen Matcha

  • Luftdicht, dunkel und kühl lagern (idealerweise im Kühlschrank).
  • Matcha schnell verbrauchen: Offen gelagertes Pulver verliert Frische und Schaumfähigkeit.
  • Chasen nach Gebrauch nur ausspülen und lufttrocknen lassen — nicht einweichen oder aggressive Reiniger verwenden.

Fazit — in drei Schritten zum schäumenden Matcha

Wenn dein Matcha schäumt nicht, dann: 1) stelle sicher, dass Pulver frisch und gesiebt ist; 2) verwende die richtige Wassermenge und -temperatur; 3) optimiere Chasen, Schalen und Technik. Mit diesen einfachen Anpassungen bekommst du meist innerhalb weniger Versuche wieder feinen, stabilen Schaum.

Wenn du magst, nenn mir Marke, Alter deines Matcha und welches Zubehör du nutzt — dann gebe ich dir individuelle Tipps.

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