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Ruchmehl: Das Schweizer Urgetreide für herzhafte Backwaren

Lukas Fuchs vor 1 Stunde Lebensmittel & Getränke > Getreide & Cerealien 3 Min. Lesezeit

Entdecken Sie Ruchmehl, das traditionelle Schweizer Mehl, das Ihren Backwaren einen unverwechselbaren Geschmack und eine rustikale Note verleiht. Erfahren Sie alles über seine Eigenschaften, Verwendung und warum es eine Bereicherung für jede Küche ist.

Ruchmehl: Mehr als nur ein Mehl

Ruchmehl ist ein besonderes Mehl, das vor allem in der Schweiz Tradition hat. Im Vergleich zu herkömmlichem Weizenmehl enthält Ruchmehl einen höheren Anteil an Schalenbestandteilen des Getreidekorns. Dies verleiht ihm nicht nur eine dunklere Farbe, sondern auch einen kräftigeren, würzigeren Geschmack und einen höheren Nährwert. Doch was genau macht Ruchmehl so besonders und wie können Sie es optimal in Ihrer Küche einsetzen?

Was ist Ruchmehl?

Der Name "Ruchmehl" leitet sich vom Wort "ruch" ab, was so viel wie rau oder grob bedeutet. Diese Bezeichnung bezieht sich auf die gröbere Vermahlung des Getreides, bei der ein Teil der äußeren Schichten des Korns erhalten bleibt. Im Detail bedeutet das:

  • Ausmahlungsgrad: Ruchmehl hat einen Ausmahlungsgrad von etwa 85 %, was bedeutet, dass 85 % des Getreidekorns zu Mehl verarbeitet werden.
  • Typenzahl: In Deutschland wird Ruchmehl meist als Weizenmehl Type 1100 oder 1200 angeboten. Diese Typenzahl gibt den Mineralstoffgehalt des Mehls an.
  • Inhaltsstoffe: Ruchmehl enthält mehr Ballaststoffe, Vitamine (vor allem B-Vitamine) und Mineralstoffe (wie Eisen und Magnesium) als hellere Mehlsorten.

Der Unterschied zu anderen Mehlsorten

Der Hauptunterschied zwischen Ruchmehl und anderen Mehlsorten liegt in der Menge der enthaltenen Schalenbestandteile. Hier ein Vergleich zu einigen gängigen Mehlsorten:

  • Weizenmehl Type 405: Das klassische Haushaltsmehl, sehr fein gemahlen und mit geringem Schalenanteil.
  • Weizenmehl Type 1050: Enthält mehr Schalenbestandteile als Type 405, ist aber immer noch heller als Ruchmehl.
  • Vollkornmehl: Wird aus dem ganzen Getreidekorn gewonnen, inklusive Keimling und allen Schichten. Es ist noch nährstoffreicher als Ruchmehl, aber auch schwerer zu verarbeiten.

Die Vorteile von Ruchmehl

Ruchmehl bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Mehlsorten:

  • Geschmack: Der kräftige, leicht nussige Geschmack verleiht Backwaren eine besondere Note.
  • Nährwert: Der höhere Gehalt an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen macht Ruchmehl zu einer gesünderen Wahl.
  • Sättigung: Durch den höheren Ballaststoffanteil sättigen Backwaren aus Ruchmehl länger.
  • Textur: Ruchmehl sorgt für eine rustikale, etwas gröbere Textur.

Verwendung von Ruchmehl in der Küche

Ruchmehl eignet sich hervorragend für herzhafte Backwaren. Hier einige Beispiele:

  • Brot: Ruchmehl ist ideal für die Herstellung von Bauernbrot, Roggenmischbrot oder anderen rustikalen Brotsorten.
  • Brötchen: Verleihen Sie Ihren Brötchen mit Ruchmehl einen kräftigen Geschmack und eine ansprechende Optik.
  • Pizzateig: Eine Beimischung von Ruchmehl zum Pizzateig sorgt für einen intensiveren Geschmack und eine knusprigere Kruste.
  • Kuchen und Gebäck: Auch in Kuchen und Gebäck kann Ruchmehl verwendet werden, um eine besondere Note zu erzielen.

Tipp: Mischen Sie Ruchmehl mit anderen Mehlsorten, um die Backeigenschaften zu verbessern. Ein Verhältnis von 50% Ruchmehl zu 50% Weizenmehl Type 405 oder 1050 hat sich bewährt.

Wo kann man Ruchmehl kaufen?

Ruchmehl ist nicht in jedem Supermarkt erhältlich, aber Sie finden es in:

  • Mühlenläden: Hier erhalten Sie oft Ruchmehl direkt vom Hersteller.
  • Reformhäusern: Reformhäuser führen in der Regel eine Auswahl an speziellen Mehlsorten, darunter auch Ruchmehl.
  • Online-Shops: Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter von Ruchmehl, darunter brotstoff.de, Mühlenlädle und bon'gu.

Ruchmehl selber machen – geht das?

Es ist schwierig, Ruchmehl in der gleichen Qualität zu Hause herzustellen wie ein professioneller Müller. Allerdings können Sie versuchen, Weizen- oder Dinkelvollkornmehl etwas feiner zu mahlen und es dann mit etwas Weizenmehl Type 405 zu mischen. So erhalten Sie ein Mehl, das Ruchmehl ähnelt.

Ruchmehl: Ein Stück Schweizer Tradition

Ruchmehl ist mehr als nur ein Mehl – es ist ein Stück Schweizer Tradition. Mit seinem kräftigen Geschmack und seinen wertvollen Inhaltsstoffen ist es eine Bereicherung für jede Küche. Probieren Sie es aus und entdecken Sie die Vielfalt der Backwaren, die Sie mit Ruchmehl zaubern können!

Ruchmehl vs. Dinkel Ruchmehl

Während traditionelles Ruchmehl aus Weizen hergestellt wird, gibt es auch Varianten aus Dinkel. Dinkel Ruchmehl bietet ähnliche Vorteile wie Weizen Ruchmehl, hat aber einen leicht nussigeren Geschmack und ist oft bekömmlicher. Es eignet sich besonders gut für Menschen mit einer Weizensensibilität.

Fazit

Ruchmehl ist eine interessante und vielseitige Mehlsorte, die sich ideal für alle eignet, die ihren Backwaren eine besondere Note verleihen möchten. Ob Brot, Brötchen oder Kuchen – mit Ruchmehl gelingen Ihnen herzhafte und nahrhafte Köstlichkeiten. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von seinem einzigartigen Geschmack überzeugen!

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