Rawcake: Der einfache Guide für rohe Torten ohne Backen
Rawcakes sind cremige, rohe Torten aus Nüssen, Datteln und frischen Zutaten – perfekt für alle, die ohne Ofen naschen möchten. In diesem Guide lernst du, was ein Rawcake ist, wie du ihn Schritt für Schritt zubereitest, welche Variationen besonders beliebt sind und wie du deinen Rawcake lange frisch hältst.
Was ist ein Rawcake?
Ein Rawcake (auch Raw Cake, Rohkost-Torte oder Rohvegan-Torte) ist eine Torte, die ohne Backen zubereitet wird. Statt Hitze kommen rohe, unverarbeitete Zutaten wie Nüsse, Samen, Datteln, Kokos und eingeweichte Cashews zum Einsatz. Rohkostfans schätzen den intensiven, natürlichen Geschmack, die cremige Textur und den Nährstoffgehalt. Rawcakes sind oft vegan, laktosefrei und kommen ohne raffinierten Zucker aus – ideal für bewusste Genießer und Gäste mit Unverträglichkeiten.
Typische Bestandteile eines Rawcakes
- Boden: Gemahlene Nüsse (z. B. Mandeln, Haselnüsse) gemischt mit Datteln oder Feigen als Bindemittel.
- Füllung/Creme: Eingeweichte Cashews oder Sonnenblumenkerne, püriert mit Kokosöl, Agavendicksaft, Ahornsirup oder frischen Früchten.
- Toppings: Frische Beeren, Kakaonibs, geraspelte Kokosnuss, Nussbrösel oder Essbare Blüten.
- Extras: Superfoods wie Spirulina, Matcha, Rohkakao oder Nussbutter für Geschmack und Farbe.
Warum Rawcakes so beliebt sind
Rawcakes kombinieren einfache, natürliche Zutaten mit eindrucksvoller Optik. Sie sind vielseitig anpassbar, schnell vorzubereiten (kein Backen) und oft nahrhaft – reich an gesunden Fetten, Ballaststoffen und Mineralstoffen. Für viele ist ein Rawcake die perfekte Mischung aus Dessert und Powerfood.
Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung: Kokos-Heidelbeer Rawcake (für 8 Stück)
Dieses Rezept ist eine regelmäßige Variante, inspiriert von beliebten Rezepten wie Kokos-Heidelbeer-Rawcakes. Es ist schnell, gelingsicher und lässt sich variieren.
Zutaten
- Für den Boden: 200 g entsteinte Medjool-Datteln, 120 g Mandeln, 40 g Kokosraspeln, 1 Prise Salz
- Für die Füllung: 300 g Cashews (mind. 4 Std. eingeweicht), 120 ml Kokosmilch (cremig), 60 g Kokosöl (geschmolzen), 60–80 g Ahornsirup oder Agavendicksaft, 1 TL Vanilleextrakt, Saft einer halben Zitrone
- Für die Heidelbeer-Schicht: 200 g Heidelbeeren (frisch oder aufgetaut), 1–2 EL Ahornsirup, optional 1 TL Chiasamen (als Andickhilfe)
Zubereitung
- Für den Boden Mandeln grob mahlen, Datteln und Kokosraspeln dazugeben und im Mixer zu einer klebrigen Masse verarbeiten. In eine Springform (Ø 18–20 cm) drücken und kaltstellen.
- Cashews abgießen und in einem Hochleistungsmixer mit Kokosmilch, Kokosöl, Ahornsirup, Vanille und Zitronensaft sehr glatt pürieren. Falls nötig mit etwas Wasser oder mehr Kokosmilch strecken.
- Hälfte der Cashew-Creme auf den Boden geben und glatt streichen. Die Heidelbeeren mit Ahornsirup kurz pürieren und nach Wunsch durch ein Sieb streichen. Optional Chiasamen einrühren und 5–10 Minuten quellen lassen.
- Heidelbeer-Püree auf der ersten Schicht verteilen, restliche Cashew-Creme daraufgeben. Oberseite glatt streichen.
- Mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, einfrieren. Vor dem Servieren 20–30 Minuten antauen lassen und mit frischen Heidelbeeren oder Zitronenzesten garnieren.
Variationen und Geschmacksideen
- Schoko-Rohkuchen: Cashew-Creme mit rohem Kakao und Dattelsirup süßen. Boden mit Kakao und Pekannüssen.
- Zitrone-Mohn: Zitronensaft und Zitronenzesten in die Creme, Mohn ins Topping.
- Pistazie-Rose: Pistazienboden, Creme mit etwas Rosenwasser und gehackten Pistazien dekoriert.
- Fruchtvarianten: Mango, Himbeere, Erdbeere oder eine Beerenauswahl funktionieren hervorragend.
Tipps für perfekte Konsistenz und Geschmack
- Hochleistungsmixer (z. B. für Nusscremes) sorgt für besonders feine Textur.
- Cashews wirklich lange einweichen (mind. 4 Stunden, besser über Nacht) für samtige Cremes.
- Mit Salz, Zitrone oder Vanille arbeiten: Kleine Mengen intensivieren die Aromen.
- Wenn die Creme zu flüssig ist: Mehr eingeweichte Cashews oder 1–2 EL Kokosöl hinzufügen.
- Für schnelles Festigen: Rawcake kurz ins Gefrierfach stellen, vor dem Servieren antauen lassen.
Lagerung & Haltbarkeit
Rawcakes halten sich im Kühlschrank 3–5 Tage. Im Gefrierschrank bleiben sie 4–6 Wochen nahezu unverändert. Zum Servieren 20–40 Minuten bei Raumtemperatur antauen lassen. Achte darauf, dass frische Früchte schneller Feuchtigkeit ziehen — diese erst kurz vor dem Servieren hinzufügen.
Wo finde ich Rezepte und Zutaten?
Inspiration und fertige Rezepte findest du auf spezialisierten Blogs und Shops: Utopia hat eine Sammlung mit Rawcake-Rezepten (Beispiel), Anbieter wie Keimling teilen Nuss- und Rohkost-Ideen (Pistazien Raw Cake). Für hochwertige Zutaten (Bio-Nüsse, Rohkakao) lohnt sich ein Blick in den Bio- oder Rohkosthandel.
Fazit
Ein Rawcake ist eine vielseitige, optisch ansprechende und oft gesündere Alternative zu klassischen Torten. Mit wenigen, natürlichen Zutaten lässt sich ein beeindruckendes Dessert zaubern — ideal für Gäste, Veganer oder jeden, der ohne Ofen backen möchte. Probiere das einfache Kokos-Heidelbeer-Rezept als Einstieg und variiere nach Lust und Saison.
Weitere Beiträge
Die besten Löwenzahn Kekse: Rezept und Tipps
vor 3 Monaten